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Informationen kreativ aufbereiten und verbreiten

Der dritte Teil unserer Serie „Neue Studiengänge“ führt uns in die Welt der gestalterischen Kommunikations- und Informationsprozesse. Für diese Fachbereiche hat sich unser Praktikant Michael ein wenig an der Hochschule Merseburg umgehört.

Informationsdesign und Medienmanagement

Der in der Überschrift genannte Studiengang wird für den ein oder anderen Leser eventuell etwas abstrakt klingen, dieser ist aber eigentlich eine Zusammensetzung zweier Fachbereiche, die sich hervorragend ergänzen.

Unter dem Fachbereich „Informationsdesign“ versteht man die „Aufbereitung von komplexer Information in anschaulicher Weise, je nach Situation“, sagt Nicole Brühl, Studiengangs-Managerin im Fachbereich „Wirtschaftswissenschaften und Informationswissenschaften“ an der Hochschule Merseburg.

So sei Informationsdesign zum Beispiel sehr gut dafür geeignet, einen Ablauf innerhalb eines Unternehmens über eine Infografik darzustellen oder Zahlen und andere messbare Daten für verschiedene Zielgruppen in jeweiligen Diagrammen aufzubereiten, so Nicole Brühl. Kurz und knapp sei es also Aufgabe von Informationsdesignern, „die für die jeweilige Information passendste Visualisierung zu finden.

Besagte Erzeugnisse des Informationsdesigns können dann wiederum „in den unterschiedlichsten Kanälen (Web, Print, Social Media etc.) verbreitet werden und hier kommt das Medienmanagement ins Spiel“, so Brühl auf die Frage, inwieweit sich Medienmanagement und Informationsdesign ergänzen. So sei es zum Beispiel eine Möglichkeit, eine Infografik mit Animationen zu erweitern und diese anschließend in das entsprechende Content-Management-System einzugliedern.

Der Masterstudiengang „Informationsdesign und Medienmanagement“, der von der Hochschule Merseburg angeboten wird, hat es sich als Ziel gesetzt, Spezialisten auszubilden, die in der Lage sind, Kommunikations- und Informationsprozesse zu planen und gestalten. Der Masterstudiengang besteht in der Regel aus vier Semestern, kann aber in Teilzeit auch erst nach sechs abgeschlossen werden.

Dass auch diese beiden Fachbereiche von der zunehmenden Digitalisierung und der hohen Relevanz sozialer Medien profitieren, liegt auf der Hand. Die Zunahme an neuen digitalen Medien erweitert den Spielraum des Medienmanagements. Mitunter auch durch die Corona-Pandemie, gewinnt der „Datenjournalismus“ wieder an viel Bedeutung in der Medienberichterstattung.

Der Datenjournalismus beschreibt die journalistische Aufbereitung von quantitativen Daten für eine Zielgruppe, die in der Regel den Überblick über die relevanten Datenmengen (z.B. Anzahl der Infektionen) verlieren würde. Eben dieser Datenjournalismus sei Frau Brühl zufolge eine sehr gute Ergänzung zum Informationsdesign.

Grund dafür sei die zunehmend hohe Relevanz sozialer Medien, welche mit einer zunehmenden Visualisierung von Datenmengen zusammenhänge. Ebendiese zielgruppengerechte Visualisierung von Datenmengen ist Aufgabe von Informationsdesignern.

Ein durch die fortschreitende Digitalisierung entstandenes Phänomen ist die sogenannte „Medienkonvergenz“.
Dabei spricht man von den zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen einzelnen Medienkanälen. Ein Beispiel hierfür ist, dass ein Unternehmen plant, eine große Werbekampagne auf allen verfügbaren Kommunikationskanälen des Unternehmens zu schalten. Dafür läuft z.B. ein TV-Spot, in dem eine Einblendung erfolgt, dass man über die unternehmenseigene App an einem Gewinnspiel teilnehmen kann, welches in der TV-Werbung beworben wird.

Dieses relativ neue Phänomen von verschwimmenden Mediengrenzen bringt einige Herausforderungen, aber auch Chancen für das Medienmanagement mit sich. Daher sei auch „Multimedialität“ stark im Verständnis des Studiengangs verankert, so Nicole Brühl.

Für einen Absolventen des Master Studiengangs „Informationsdesign und Medienmanagement“ gäbe es kein typisches Berufsbild. Obwohl beide Fächer stark miteinander verschränkt seien, böten sie trotzdem die Möglichkeit, sich in eine der jeweiligen Richtungen zu spezialisieren. Als Beispiele für mögliche Einstiegsberufe nennt sie Marketing- und Kommunikationsabteilungen, Web-Entwicklung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder auch das 3D-Design.

Das gelungene Zusammenspiel von Kommunikation und Kreation ist gerade in informationsvermittelnden Berufen von sehr hohem Nutzen. Brühl zufolge „profitieren (sie) auf jeden Fall voneinander und gehören in professionellen Kontexten auch zusammen.“ Gerade das Informationsdesign profitiert sehr stark von guter Kommunikation von Informationen, die dann kreativ und grafisch aufbereitet werden, um im letzten Schritt den Konsumenten zu erreichen.

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