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Kleine Geschichte einer Logoentwicklung

von | 18. Mai 2026

Prinzipiell arbeiten wir – mit wenigen Ausnahmen – für jeden Anfragenden, egal ob ein kleines oder großes Budget dahintersteht.

Mitunter tun wir das auch pro bono. Nämlich dann, wenn es sich um ein aus unserer Sicht förderungswürdiges, aber finanzschwaches Projekt handelt oder eine persönliche Bekanntschaft besteht.

Beim Gesangverein Diedenbergen lag der Fall so, dass sowohl eine persönliche Verbindung besteht, den Sängerinnen und Sängern zudem die Mittel fehlen, um ein neues, zeitgemäßes Logo entwickeln zu lassen.

Die Entstehungsgeschichte: Unsere FOS-Praktikantin Johanna Fasel übernahm das Projekt federführend. Begleitet von den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen aus dem Design entwickelte sie binnen weniger Wochen eine neue Bildmarke für den Verein aus dem Hofheimer Ortsteil.

Der Hintergrund: Der Gesangverein Diedenbergen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, wurde im Jahr 1892 unter dem Namen MGV Frohsinn gegründet.

Damals waren es auch ausschließlich Männer, die sich zum gemeinsamen Singen trafen, auftraten und in den Neunzigerjahren sogar die in Fachkreisen bekannte Zelter-Plakette verliehen bekamen.

Als 2002 mit den Happy Voices ein zweiter Chor unter dem Vereinsdach Platz fand, wurde aus dem Männergesangverein eine gemischtgeschlechtliche Gruppe.

Dennoch dauerte es nochmal 20 Jahre, bis sich diese Tatsache auch in einem neuen Vereinsnamen ausdrückte. Seit kurzer Zeit firmieren die Sängerinnen und Sänger unter Gesangverein Diedenbergen 1892 e.V. Ein neues Logo war gefragt.

So lief das Ganze ab: Die junge Kollegin ist den Prozess vom Briefing zur fertigen Bildmarke in vier Phasen angegangen. „Zunächst habe ich versucht, möglichst viele Informationen zum Verein zu sammeln, um einen Grundeindruck aufzubauen“, sagt Johanna Fasel.

Im Anschluss daran hat sie per Hand und Fineliner Skizzen angefertigt, diese den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen gezeigt und gemeinsam die Varianten mit den größten Potenziale ausgelotet.

Als drei konkrete, vielversprechende Richtungen da waren, habe ich diese digitalisiert.“ Heißt: Im Grafikprogramm wird ein Foto von der Skizze mit so genannten „Ankerpunkten“ nachgebaut.

Zwei Varianten entwickelte sie schließlich weiter. Zwischendurch hieß es immer wieder, Feedback von den Routiniers einzusammeln. „Eine zentrale Erkenntnis für mich war, dass es immer guttat, Entwürfe zu vereinfachen, eher Teile wegzunehmen, statt zu verschnörkelt zu agieren“, sagt Johanna.

Im fertigen Entwurf wurden mit anthrazit und orange zwei kontraststarke Farben verwendet, die in der Form den Schwung singender Körper mit einem Notenschlüssel verbindet.

Auf der Zielgeraden wurden die Logos auf eine Zeichenfläche gestellt, in diversen gängigen Formaten exportiert und dem Kunden vorgestellt.

Das Urteil: Wunderbar! Herzlichen Dank! Wird genauso verwendet.

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