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Die Zukunft des Genderns? So macht es das Fachmagazin Horizont.

Gendern oder nicht? Wenn ja, wie? Das Fachmagazin für Marketing, Werbung und Medien „HORIZONT“ hat in einem Beitrag beschrieben, wie es künftig bei dieser kontrovers diskutierten Thematik agieren wird.

Dazu führte das Fachblatt zunächst eine Studie durch – um herauszufinden, wie die Zielgruppen von HORIZONT und der dfv-Mediengruppe über die Anwendung von gendergerechter Sprache denken. An dieser nahmen über 2000 Probanden teil.

Erste Frage: Wie stehen die Befragten im Allgemeinen zu gendergerechter Sprache? Eine Zweidrittelmehrheit sprach sich dafür aus, dass sie Wichtigeres zu tun habe, als sich mit gendergerechter Sprache auseinanderzusetzen. Das restliche Drittel der Befragten empfindet die Auseinandersetzung mit dem Thema als wichtig bis sehr wichtig.

In einer anderen Studie, an der nur Leser des HORIZONT-Magazins teilnahmen, erachteten 58 % der Leser und Leserinnen das Thema für nicht wichtig. Die restlichen 42 % empfanden die Thematik als wichtig bis sehr wichtig. Aus diesem Umfrageergebnis zog die Redaktion den Schluss, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide Parteien zufrieden sein können.

Zur Kompromissfindung wurden den teilnehmenden Personen vier Ansätze zur Anwendung von gendergerechter Sprache vorgestellt. Die Ansätze lauteten: Beibehaltung des generischen Maskulinums, systematische Nennung beider Geschlechter, Vermeidung von geschlechterspezifischen Bezeichnungen, wo möglich, und Anwendung von Doppelpunkten, um einzelne Wörter zu gendern.

Die meisten dem Gendern skeptisch gegenüberstehenden Personen wollen weiterhin am traditionellen generischen Maskulinum festhalten und als Alternative dazu die geschlechterneutralen Formulierungen in Betracht ziehen. Den Doppelpunkt zum Gendern lehnen sie vehement ab und empfinden diesen als Provokation.

Die Mehrheit der Gender-Befürworter und Befürworterinnen bevorzugen an erster Stelle die geschlechtsneutralen Bezeichnungen, gefolgt vom Doppelpunkt. Das generische Maskulinum lehnen sie ab.

Die Redaktion des Magazins kommt nach gründlicher Bewertung aller Aspekte zu folgendem Schluss: Die Anwendung des generischen Maskulinums sowie die Anwendung des Doppelpunktes lehnt die Redaktion ab. Stattdessen sollen, wenn möglich, geschlechterneutrale Formulierungen angewendet oder beide Geschlechter genannt werden.

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